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Aus Venezuela kommen Témpano. Ihr neues Album "El fin de la infancia" ist ein Meisterstück in Sachen Jazzrock/NeoProg. Die acht Stücke sind hervorragend kom-poniert und ausgezeichnet interpretiert. Eine entspannte Lockerheit weht aus den Songs, druckvoll in Szene gesetzt. Genialer Gast: Peter Pejtsik von den Ungarn After Crying setzt mit seinem Cello konsequent disharmonische Striche, die von der har-monischen Melodieführung der Band kongenial eingefangen werden.
Zwischen Jazzrock ("Lugar de casas nuevas", "Grillos", "Espace para el hombre") und neopro-gressiven Songs ("Sin Retorno", "En la via") bewegt sich die Band leichthändig, wie es scheinbar nur Italiener und Südamerikaner können. Höhepunkt des Albums ist das 24minütige Titelstück, das seine verschiedenen Charaktere ausdrucksstark zu verbin-den weiß.
Vom Opener "Tres" bis zum melancholischen "En la via" vergeht eine gute Stunde blitzschnell. Und obwohl der komplexe Rock genaues Hören einfordert, ist das ganze Album ein einziger Genuß, frei von langweiligen, tausendmal gehört
Phrasen, Schnörkeln und Verzierungen. SO kann progressive Rockmusik im neuen Jahrtausend bestehen.
Volkmar
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